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Analytik Jena reduzieren


28.02.2002
LB Baden-Württemberg

Die Analysten Dr. Alexander Burger und PD Dr. Hanns Frohnmeyer von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) stufen die Aktien von Analytik Jena (WKN 521350) auf "reduzieren" ein.

Analytik Jena entwickele, produziere und vertreibe Geräte für chemische und biologische Analysen. Neben eigenen Geräten, mit denen das Unternehmen am Markt gut platziert sei, biete Analytik Jena auch Laborkomplettlösungen (auch unter Einbeziehung von Fremdfabrikaten) an und produziere daneben auch optische Spezialgeräte (Zielfernrohre).

Im Geschäftsjahr 00/01 habe Analytik Jena Umsätze in Höhe von 41,7 Mio. Euro verbuchen können, eine Steigerung um 78,8% gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT läge bei 2,2 Mio. Euro (+25,5%) und das Jahresergebnis bei 1,6 Mio. Euro (+115,0%).


Analytik Jena habe im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 20,3 Mio. Euro erwirtschaftet, was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres eine Steigerung um 153,3% bedeute. Das EBIT hätte jedoch mit 0,6 Mio. Euro um 15,7% und das Periodenergebnis mit 0,3 Mio. Euro um 9,8% niedriger als im Vergleichszeitraum gelegen. Die Ursachen der Umsatzsteigerung und Ergebnisverschlechterung lägen zum einen in dem Projektgeschäft, das mit einer erheblich höheren Risikovorsorge behaftet sei und damit das Ergebnis belasten würde.

Außerdem würde weiter in den Ausbau des Vertriebs investiert. Analytik Jena habe kürzlich eine komplette Forschungsgruppe von PerkinElmer in Überlingen übernehmen können und wolle mit dieser Mannschaft neue Produkte im Bereich der Atomabsorptionsspektroskopie und Atomabsorptionsspekrometrie entwickeln und weltweit vermarkten. Zudem wäre ein zweiter Auftrag aus Russland mit einem Gesamtvolumen von 28 Mio. Euro vermeldet worden, der bis 2004 abgewickelt werden solle.

Analytik Jena sei ein profitabler Gerätehersteller. Die Märkte für diese Produkte hätten sich in der Vergangenheit gut entwickelt, allerdings würden am Horizont durch Konzentrationstendenzen auf der Nachfrageseite erste Wolken aufziehen, die einige Konkurrenten bereits zu spüren bekämmen. Analytik Jena habe diesen Trend allerdings auch für sich genutzt und sein Entwicklungsportfolio erweitert. Die Experten sehen das Hauptproblem des Unternehmens nach wie vor in der Margenschwäche, die vorrangig auf das Projektgeschäft zurückgehe. Die Umsatzschätzungen des Managements halten man vor dem Hintergrund der bereits erreichten Umsätze für konservativ. Die Analysten hätten ihre Umsatz- und Ergebnisschätzungen revidiert. Die DCF- und unsere Peer-Group-Analyse indizieren auf dieser Basis immer noch eine Überbewertung des Unternehmens.

Daher behalten die Analysten der LBBW die Einstufung bei und empfehlen weiterhin, die Aktie der Analytik Jena zu reduzieren.




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